Miniatur_Leon Engler: Botanik des Wahnsinns
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DuMont Verlag, 2025.
«Doch es ist auch meine Geschichte. Meine Wiederholung. Das Unbewusste ist kein privater Lagerraum, kein verschlossener Keller. Es entsteht zwischen zwei Menschen. In dem, was nicht gesagt wird. Zwischen den Zeilen. In der Stille. Wovon wir nicht sprechen können, darüber müssten wir schreiben. Denn Verrücktheit, das ist der gerissene Faden des Gedächtnisses. Wer nicht mehr erzählt, verschwindet. Hinausgeworfen aus dem Haus der Sprache. Zwangsgeräumt.»
S. 191

Was ist normal und was nicht (mehr)? Ein junger Mann versucht bei allen Verrücktheiten des Lebens nicht selbst verrückt zu werden. Ein junger Psychologe versucht eine sorgfältige Familienanamnese durchzuführen. Ein erwachsenes Kind versucht seine Eltern zu verstehen, zwischen all den Krankheitszuschreibungen etwas zurückzuerobern, das zur eigenen Geschichte gehört und Bestand hat. Der Versuch, die Wildheit des Wahnsinns mit erzählender Botanik ordnen. Vielleicht sogar: Die Erzählung gegen den Wahnsinn stellen.
Für Liebhaber*innen von
# Struktur durch Erzählen
# mäandrierenden Grenzen
# Familiengeschichten

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