Miniatur_Alex Schulman: Jetzt beginnt das Leben
Übersetzung: Hanna Granz.
dtv: 2026.
Ich schreibe, damit nichts verloren geht oder in Vergessenheit gerät. Eine Dokumentation von Details. Ich glaube, Details können entscheidend sein. Und aus irgendeinem Grund rede ich mir ein, dass es eine Erklärung geben muss für das, was gerade geschieht. Dass ich irgendwann einen bestimmten Ton in einer Stimme höre und plötzlich alles klar wird, vielleicht auch in diesem besonderen Rauschen der Birken am Ufer, das man hört, wenn das Fenster offen steht. Es ist Detektivarbeit. Ich stecke ein Gebiet ab und untersuche es gewissenhaft. Die Erkenntnis: Ich bin das Gebiet.
S. 35

Vidars Leben ist durcheinander geraten: Er hat eine Prügelei an seiner Schule als verantwortungsvoller Lehrer geschlichtet, aber etwas ist da aus dem Gleichgewicht geraten und er hat den Schüler zu fest angepackt, geweint und kann sich an nichts mehr genau erinnern. Eine Ratte ist in seinem Keller verendet und er entsorgt den Kadaver nur zögernd. Der Keller muss gereinigt werden und Unterlagen von früher in der Wohnung zwischengelagert werden. Und dann ruft er im lang verkauften Sommerhaus seiner Kindheit an und spricht mit seinem Vater, seiner Mutter, Schwester und ihm selbst am immer gleichen Tag weit in der Vergangenheit. Wie spricht man mit sich selbst? Und: Gibt es eine Erklärung für all das?
Für Liebhaber*innen von
# Traumaerforschung
# dem inneren Kind
# detektivische Vergangenheitsforschung

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