Zitat_Lorraine Daston/Katharine Park: Wunder und die Ordnung der Natur 1150-1750
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Übersetzung: Sebastian Wohlfeil / Christa Krüger.
Eichborn Verlag, 2002.
So, wie mittelalterliche und frühneuzeitliche Theoretiker es sahen, war das Staunen eine kognitive Leidenschaft, bei der es ebensosehr um Wissen wie um Fühlen ging. (...)
Seit den Zeiten der Aufklärung jedoch ist das Staunen für eine in ihren Alltagsgeschäften befangene Wissenschaft zur Untugend geworden, der ein Beigeschmack des Populären, des Amateurhaften und des Kindischen anhaftet. Wissenschaftler geben ihrer Verwunderung heute nur noch in Memoiren und persönlichen Erinnerungen Ausdruck, nicht in ihren Fachpublikationen. Vielleicht räumen sie ein, dass Erstaunen sie motiviert hat, aber sie betrachten es nicht mehr als notwendigen Bestandteil für das Betreiben von Wissenschaft.
S. 15


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