Zitat_Steve Ayan: Die Revolutionäre des Ich. Und die Erfindung des modernen Selbst
vor 4 Stunden
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dtv Verlag, 2026.
Das Unbewusste lässt sich nicht einfach austricksen. Wir sind uns selbst immer ein Stück weit fremd, weil wir nicht wissen, woher unsere Gedanken und Gefühle kommen und wie wir sie steuern können. Wir verstellen uns und halten uns doch für echt. Wir plappern fremde Meinungen nach und sind stolz auf unsere wohldurchdachten Ansichten. Wir setzen uns oft falsche Ziele oder lassen uns zu unrealistischen Ansprüchen hinreissen. Doch das schafft auch intensive Ich-Beschau nicht einfach aus der Welt. Und das ist gar nicht nötig, denn die meisten Illusionen, die wir uns über uns selbst machen, sind durchaus hilfreich. Das Narrativ vom wahren Ich ist in gewisser Weise auch nur eine elaborierte Form der Selbsttäuschung.
S. 291


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